Aktivlotsinnen und Aktivlotsen in Rudolfsheim-Fünfhaus

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Umsetzung in: 15. Wiener Gemeindebezirk
Bundesland: Wien
Phase II

Das Projekt „Aktivlotsinnen und Aktivlotsen in Rudolfsheim-Fünfhaus“ richtete sich an Menschen ab dem 60. Lebensjahr, die von Armut betroffen, großen sozialen und wirtschaftlichen Zwängen unterworfen sind und keine oder geringe Teilhabemöglichkeiten aufwiesen. Lokal verankert wurden die Aktivitäten im 15. Wiener Gemeindebezirk Rudolfsheim-Fünfhaus.

Neben einer Schulung von Multiplikatorinnen und Multiplikatoren wurden Maßnahmen wie das „Café Aktiv“, Gesundheitsparties und Aktivitäten im öffentlichen und im privaten Raum, (gesundheitsbezogene) Vorträge, Projektvorstellungen, Exkursionen und Feiern im Jahreszyklus umgesetzt.

Ergebnisse und Fazit: 

Durch aufsuchende Aktivierung, niederschwellige Aktivitäten und Angebote, den Einsatz von Multiplikatorinnen und Multiplikatoren aus der Zielgruppe (Aktivlotsinnen und Aktivlotsen), muttersprachliche Kompetenzen der Mitarbeiter:innen und die Möglichkeit, Inhalte und Aktivitäten mitzubestimmen und zu gestalten gelang es, Menschen zu erreichen, zu denen sonst nur schwer oder kein Zugang besteht.

Die Umsetzung erforderte jedoch auch Flexibilität und einen langen Atem. So hat es zum Beispiel deutlich länger als ursprünglich geplant gedauert, um ältere Menschen für die Aufgabe als Aktivlotsin oder Aktivlotsen zu gewinnen. Die zu Beginn vorgesehene Schulung en bloc wurde durch interaktive Kurzeinheiten (sowie begleitend eingesetzte mehrsprachige Materialien, Dolmetsch und Lehrvideos) ersetzt. Auch mussten die Aktivlotsinnen und Aktivlotsen teilweise erst selber einen Bekanntenkreis aufbauen, um aktiv werden zu können.

Dennoch ist es gelungen, das Projekt erfolgreich umzusetzen und rund 1.800 Personen der primären Zielgruppe zu informieren und/oder einzubinden. Darüber hinaus konnten die Aktivlotsinnen und Aktivlotsen in die bestehenden Strukturen des Nachbarschaftszentrums übernommen werden und blieben somit weiterhin tätig.

Das Projekt wurde von einer ARGE aus den Wiener Sozialdiensten und dem Wiener Hilfswerk (Nachbarschaftszentren) umgesetzt.