Caring-Living-Labs Graz. Urbane Sorgeräume gerecht, in Solidarität und Diversität gestalten

Projektträger:in
Zentrum für Interdisziplinäre Alterns- und Care-Forschung, Universität Graz
Arbeitsbereich Migration - Diversität - Bildung am Institut für Erziehungs- und Bildungswissenschaft, Universität Graz

Zentrale Kooperationspartner:innen
Verein OMEGAFriedensbüro GrazMigrantInnenbeirat der Stadt GrazSozialamt der Stadt Graz

Weitere Netzwerkpartner:innen
Vinzidorf-Hospiz (Krankenhaus der Elisabethinen), Institut für Wohnbau der Fakultät für Architektur an der TU GrazLebenshilfe und Interessengemeinschaft Wohnanlage Messequartier

Die Idee hinter dem Projekt

Caring-Living-Labs Graz stärkt die gesellschaftliche Teilhabe und fördert Gesundheitschancen von älteren und hochaltrigen Menschen in prekären Lebenssituationen in der Stadt Graz. Der Schwerpunkt liegt auf sozio-ökonomisch benachteiligten Gruppen sowie Menschen mit Migrationsbiografien. Die partizipative Methode der Caring-Living-Labs verbindet den Caring Communities Ansatz mit jenem der Living-Labs. Dadurch wird die vernetzte und bedarfsgerechte Entwicklung von lokalen Denk-, Experimentier- und Aktionsräumen ermöglicht. Gemeinsam mit der Zielgruppe werden soziale Innovationen entwickelt, umgesetzt, und die daraus gewonnenen Erkenntnisse auf der systemischen Ebene der Stadt eingebracht. Caring-Living-Labs Graz fokussiert auf die direkte Einbindung von älteren und hochaltrigen Menschen in prekären, armuts- und ausschlussgefährdeten Lebensverhältnissen und ermöglicht gut zugängliche Settings für wechselseitige (Für)Sorge und Solidarität.

Die Ziele

  • Die Förderung von diversitätsbewussten, sozial gerechten Caring Communities und die kritische Reflexion struktureller und politischer Bedingungen von Gesundheitschancen und Care
  • Die komplementäre Ergänzung formeller Hilfestrukturen der beteiligten Sozial- und Gesundheitsdienste (u. a. der Grazer Stadtverwaltung oder des MigrantInnenbeirates)
  • Die Förderung von Lern- und Bildungsprozessen von Individuen, Communities und Organisationen

Förderung der aktiven Partizipation von älteren Menschen

  • Die Aktivierung und das Empowerment von älteren Menschen mit Migrationsbiografien und/oder armuts- und ausschlussgefährdeten Personen als mitgestaltende Bürger:innen (Active Urban Citizenship).
  • Die partizipative Erarbeitung und Erprobung demokratischer Ansätze für ein gutes, gesundes intergenerationelles und interkulturelles Zusammenleben sowie wechselseitige Sorge und Solidarität mit Menschen in prekären Lebensverhältnissen.
  • Die kritische Reflexion und Weiterentwicklung von partizipativen Methoden und Zugängen in der Stärkung von care-politisch bewussten Caring Communities

Reflexion von Ungleichheiten und Förderung vielfältiger Bilder von Alter(n)

  • Die Förderung alternativer Bilder von Alter(n) und Vulnerabilität
  • Der Abbau von altersdiskriminierenden Stereotypen (Ageism) und das Aufgreifen existentieller Themen, die Sorgearrangements prägen (z. B. Scham)
  • Die kritische Auseinandersetzung mit intersektionellen Ungerechtigkeitsdynamiken, denen ältere Menschen mit Migrationsbiografien (insbesondere Frauen) ausgesetzt sind

Vernetzung und Transfer

  • Die neue Vernetzung unterschiedlicher Akteurinnen und Akteuren in der Stadt Graz zu den Themen Diversität, Solidarität, Alter(n), Care und Gerechtigkeit in der Stadt und in von Diversität geprägten urbanen Lebensräumen/Communities
  • Die Nutzbarmachung und Entwicklung von Transferperspektiven für die Fördergeber:innen, die Projektpartner:innen, die Stadt Graz, die interessierte Praxis-Community und die angeschlossenen interdisziplinären Scientific Communities
  • Die aktive Förderung des Voneinander-Lernens und des Wissensaustauschs in Netzwerken über das eigene Projektvorhaben hinaus, zum Beispiel in nationalen und internationalen Wissensnetzwerken zu Caring Communities (z. B. D-A-CH Netzwerk Caring Communities mit Verein Sorgenetz).

Die Maßnahmen

  • Erhebung von Bedarfen, Bedürfnissen, Sorgeerfahrungen und Lebenssituationen von älteren und hochaltrigen Menschen mit Migrationshintergrund und/oder Menschen in prekären, armuts- und ausschlussgefährdeten Lebensverhältnissen in zwei Stadtteilen in Graz
  • Öffnung von Experimentierräumen und Orten der Beteiligung, Mitverantwortung und Entwicklung von Zukunftsbildern durch Living Labs, lokale Werkstätten des guten Lebens im Alter, Stammtische der Migrant:innenvereine und Zukunftsforen
  • Wissenstransfer in Praxis- und Forschungscommunities
  • Medien- und Öffentlichkeitsarbeit
  • Austausch und vernetzende Beratung im Netzwerk

Kontakt

Assoz. Prof. Dr. Klaus Wegleitner
Zentrum für Interdisziplinäre Alterns- und Care-Forschung, Universität Graz
E-Mail: Klaus.wegleitner@uni-graz.at
Tel.: +43 
316 380 – 6155

Univ.-Prof.in Dr.in Annete Sprung
Arbeitsbereich Migration - Diversität - Bildung am Institut für Erziehungs- und Bildungswissenschaft, Universität Graz
E-Mail: Annette.sprung@uni-graz.at
Tel.: +43 
316 380 – 2548

Dr.in Dzenana Pupic
Zentrum für Interdisziplinäre Alterns- und Care-Forschung, Universität Graz
E-Mail: Dzenana.pupic@uni-graz.at
Tel.: +43 
316 380 – 3676