LEBENDiG – Leben mit Demenz in der Gemeinde

LEBENDiG – Leben mit Demenz in der Gemeinde

Region:  Steiermark
Ort: 
Steiermark
Themen:  Praktische Hilfe | Soziales Engagement | Anderes
Projektgröße:  Größere Projekte
Projektteam bildet Projekttitel LEBENDiG

 

Projektträger/in

Styria vitalis, Graz
Institut für Pflegewissenschaft der Universität Wien, Wien

Wichtige Kooperationspartner/innen

Österreichische Apothekerkammer - Landesgeschäftsstelle Steiermark
Kardinal König Haus, Wien

Die Idee des Projekts

Der Aufbau eines Sorgenetzes in drei benachbarten Gemeinden verbindet unterschiedliche Akteurinnen und Akteure des Gemeindelebens (Dienstleister aus Handel und Gewerbe, Einsatzorganisationen, Apotheken, Allgemeinmediziner/innen, Freiwillige, Selbsthilfe, Professionelle aus dem Sozial- & Pflegebereich, etc.), um für und mit Menschen mit Vergesslichkeit/Demenz und deren pflegenden Angehörigen einen Ort der Teilhabe am sozialen Leben zu schaffen.

Die Ausgangslage

  • In einer Gemeinde mit 1.000 Einwohner/inne/n leben durchschnittlich 15 Menschen mit Demenz (Höfler 2015).
  • Etwa 80 Prozent werden von An- und Zugehörigen zu Hause betreut. Rund 80 Prozent der Betreuenden sind weiblich (AKInfos 2014).
  • Geschätzt leben 400 Menschen mit Vergesslichkeit/Demenz in der Projektregion.
  • Eine Person mit Vergesslichkeit/Demenz wird durchschnittlich von einer Hauptbetreuungsperson und zwei weiteren Angehörigen betreut.
  • Somit leben in den Projektgemeinden Feldbach, Fehring und Gnas zumindest 1.200 unmittelbar betroffene An- und Zugehörige.
  • Das Thema Demenz ist ein Tabu. Ältere Menschen mit Vergesslichkeit/Demenz sind ebenso wie betreuende Angehörige vielfach von Stigmatisierung betroffen.

Die Zielsetzung(en) des Projekts

Aufbau kommunaler Sorgenetzwerke in den drei Projektgemeinden und Initiierung des Aufbaus einer demenzfreundlichen Region

  • Teilziel 1: Soziale Teilhabe der Betroffenen und Nachbarschaftsbeziehungen stärken
  • Teilziel 2: Sensibilisieren zum Thema Demenz und Bedarfslagen sichtbar machen
  • Teilziel 3: Gesundheitskompetente Organisationen zum Thema Demenz schaffen

Geplante Aktivitäten & Methoden

Bedarfserhebung (siehe „erste Schritte“ unten)

Schulungen „Gesundheitskompetenz Demenz“

  • Schulungen für MitarbeiterInnen aus Apotheken und Allgemeinmedizinischen Praxen
  • Schulung für Handel, Dienstleistung und Gemeindeverwaltung
  • Schulung für Einsatzkräfte (Feuerwehr, Rettung, Polizei)

Themenoffene Aktivitäten

  • … zur Sensibilisierung der Bevölkerung
  • … zur Stärkung der Teilhabe von Menschen mit V/D und betreuende An- und Zugehörige
  • … zur Enttabuisierung des Themas Demenz in Allgemeinmedizinischen Praxen und Apotheken

Aufbau eines Sorgenetzes

  • ein Sorgenetz pro Projektgemeinde
  • überregionale Vernetzung

Die ersten / nächsten Schritt

Bedarfserhebung

  • Fokusgruppen mit pflegenden Angehörigen
  • Fokusgruppen mit Bürger/inne/n
  • Gespräche mit Menschen mit Vergesslichkeit/Demenz
  • Erhebung der Erfahrungen von MitarbeiterInnen aus Apotheken und Allgemeinmedizinischen Praxen in der Beratung von Angehörigen und Menschen mit Demenz / Vergesslichkeit

Öffentlichkeitswirksame Kick-Off-Veranstaltungen in den drei Projektgemeinden

Ihr Kontakt

Christian Fadengruber
Styria vitalis
Tel.: 0316 822094 - 76
E-Mail: christian.fadengruber@styriavitalis.at

Petra Plunger
Institut für Pflegewissenschaft Universität Wien
Tel.: 01 4277 - 498 09
E-Mail: petra.plunger@univie.ac.at

Titelfoto: (C) LEBENDiG

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