Caring Communities – Sorgenetze in der Gemeinde stärken

Caring Communities – Sorgenetze in der Gemeinde stärken

Region:  Niederösterreich | Oberösterreich
Ort: 
Niederösterreich, Oberösterreich
Themen:  Praktische Hilfe | Soziales Engagement | Anderes
Projektgröße:  Größere Projekte
Das Projekt CareCom, grafisch aufbereitet

Visuals for Business by Harald Karrer  Für eine genauere Ansicht, klicken Sie das Bild bitte an!

Projektträger/in

Österreichisches Rotes Kreuz

Wichtige Kooperationspartner/innen

Österreichisches Rotes Kreuz, Landesverband Niederösterreich, Groß Enzersdorf
Österreichisches Rotes Kreuz, Landesverband Oberösterreich, Eferding
Karl-Franzens-Universität Graz

Regionale Partner: Gemeinden, Gesunde Gemeinden, regionale Organisationen und Vereine

Die Idee des Projekts

Im Projekt „Caring Communities“ ist die (Weiter-) Entwicklung lokaler Sorgenetzwerke und einer Sorgekultur in den beiden Modellregionen Groß-Enzersdorf und Eferding zentral, wobei die Schwerpunkte auf die Stärkung der Selbsthilferessourcen und Gesundheitskompetenz der Betroffenen im Umgang mit Alter, Krankheit, Einsamkeit, Gebrechlichkeit, Demenz, Sterben, Tod und Trauer gelegt werden.

Die Ausgangslage

Der „Megatrend“ des demografischen Wandels bringt neue Herausforderungen für die Sorge- und Hilfsinfrastruktur unserer Gesellschaft. Stichworte hierzu sind: Hochaltrigkeit, Abwanderung aus ländlichen Regionen und Migration. Damit verbunden sind die Zunahme von Single-Haushalten und die Ausdünnung der „sozialen Infrastruktur“ in vielen ländlichen Gemeinden. Dies stellt die Menschen insbesondere in kleineren Gemeinden vor Herausforderungen, mit denen sie weitgehend allein gelassen werden. Möglichkeiten der Teilhabe am sozialen Leben für alte Menschen sind zum Teil eingeschränkt und die Abnahme des familiären Pflegepotenzials oder Fragen nach der Vereinbarkeit von Beruf, Familie und ggf. Pflege herausfordernd.

Vielfache Erfahrungen zeigen: In der Regel existieren zahlreiche Angebote, die jedoch nicht umfassend in Anspruch genommen werden. Die Information kommt nicht an, und/oder motiviert nicht zur Initiative und Handlung, die angebotene Unterstützung tatsächlich anzufordern bzw. entsprechende Anlaufstellen zu kontaktieren. Hilfebedarf kann zwar „versteckt“ gegeben sein, wird jedoch aus unterschiedlichen Gründen nicht gezeigt und/oder nicht wahrgenommen.

Die Zielsetzung(en) des Projekts

Das Projekt ist ein Erfolg, wenn…

  • „versteckter“ Hilfebedarf und versteckte Helfensbereitschaft identifiziert werden konnten.
  • die Bürger/innen der Gemeinden möglichst breit erreicht wurden, zum Thema „Sorge für alte und einsame Menschen“ sensibilisiert wurden und ins Gespräch kommen konnten.
  • Nachbarschaftlichkeit und sozialer Zusammenhalt gestärkt werden, lokale Initiativen bzw. Maßnahmen für ein gutes Altsein und Altwerden entstehen und sich nachhaltig etablieren.
  • die Gesundheitskompetenzen in der Kommune von älteren Menschen und durch ältere Menschen (Teilen von Lebenserfahrung) gestärkt werden.
  • intergenerative Begegnungsmöglichkeiten geschaffen wurden.
  • sich ein lokales „Sorgeteam“ in den Gemeinden langfristig für Sorgekultur und Nachbarschaftlichkeit engagiert.
  • Dienstleister in den Gemeinden im Sinne der „Neuausrichtung“ gemäß Ottawa Charta die sozialraumorientierte Sorge in ihrer Bedeutung wahrnehmen und in ihren Leistungen (zunehmend) zu berücksichtigen vermögen.

Geplante Aktivitäten & Methoden

Identifikation von Akteuren und Aktionen:
Zu Beginn des Projekts wird eine Akteurs- und Aktionen-„Landkarte“ der Gemeinden erstellt. Sie bietet einen Überblick, wer (Personen und Organisationen) sich schon für die Sorge um alte und einsame Menschen zuständig fühlt und was an Aktivitäten, Strukturen und Angeboten bereist existiert.

Zur Auftaktveranstaltung im Mai/Juni 2019 wird die breite Bevölkerung eingeladen. Die Themen Nachbarschaftshilfe, Sorgekultur, Einsamkeit, gutes Leben im höheren Alter, versteckter Hilfebedarf und versteckte Hilfsbereitschaft werden thematisiert.

Aktivierende Gespräche und gesprächige Aktionen:
In den Workshops mit „MultiplikatorInnen und sorgenden BürgerInnen“ wird in Form von „aktivierenden Gesprächen“ und „gesprächigen Aktionen“, das Thema Sorge für ältere Menschen diskutiert. Informationen zur Lebenslage von und zur Sorge für ältere, einsamkeitsgefährdete Menschen werden gesammelt.

Forum für Bürgerinnen und Bürger:
Das BürgerInnen-Forum gibt im Frühling 2020 Gelegenheit, konkrete Initiativen vorzuschlagen. Anschließend werden diese Initiativen in Kleingruppen weiterentwickelt und umgesetzt.

Öffentliche Abschlussveranstaltung:
Die Schlussveranstaltung informiert nicht nur über das Projekt und die Ergebnisse. Sie soll auch ein Beginn für das sein, was sich im Projekt ergeben haben wird. Ziel ist es wiederum, die Bevölkerung möglichst breit zu beteiligen, aber auch für einen Transfer jenseits der Gemeinde zu sorgen.

Was verbinden Menschen spontan mit dem Projekt "Caring Communities - Sorgenetze in der Gemeinde stärken"?

Mentimeter-Umfrage bei der Auftakveranstaltung am 16. Mai in Groß-Enzersdorf

Die ersten / nächsten Schritte

  • regionale und überregionale Steuergruppentreffen sowie Kick-Offs
  • laufende regionale Vernetzungsgespräche
  • Erstellen einer Akteurs- und Aktionen- „Landkarte¶
  • Vorbereitung und Abhaltung der Auftaktveranstaltung am 16. Mai in Groß-Enzersdorf, Stadtsaal (16.00 - 20.00 Uhr) und 11. Juni in Eferding (16.00 -20.00 Uhr)
  • Erstellen der Projektwebsite www.sorgenetzwerke.at
  • Durchführung der Workshops, aktivierenden Gespräche und gesprächigen Aktionen

Ihr Kontakt

Marielisa Hoff
Österreichisches Rotes Kreuz
Tel.: 01 58 900 - 122
E-Mail: marielisa.hoff@roteskreuz.at

 

Kontakt: Redaktion
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