Was tut sich bei …? Gesunde Nachbarschaft – In Gemeinschaft älter werden

Unsere Initiative „Auf gesunde Nachbarschaft!“ ist in Graz mit zwei Projekten stark vertreten. Das Projekt „Gesunde Nachbarschaft – In Gemeinschaft älter werden“, umgesetzt vom Frauengesundheitszentrum und Stadtteilzentrum, widmete sich der Zielgruppe 50+ im Grazer Stadtteil Triester. Die Bewohnerinnen und Bewohner sollten gemeinsam Aktivitäten und Angebote vor Ort entwickeln und umsetzen und so ihren Stadtteil nach ihren eigenen Bedürfnissen mitgestalten.

 

Mitreden – Mitgestalten – Mitfeiern

 

Nach eineinhalb Jahren Laufzeit hat nun das Projekt zu einem (vorläufigen) Abschluss und Höhepunkt gefunden: An der Stadtteilkonferenz am 21. April 2017 nahmen rund 90 BesucherInnen und BewohnerInnen teil. Die Ergebnisse aus dem Projekt wurden den TeilnehmerInnen präsentiert, Vorträge und Diskussionsrunden rundeten das Programm ab. Der informellere Austausch erfolgte bei einer gemütlichen Runde Gartenzwerg-Mensch-ärgere-dich-nicht und einem Konzert bei strahlendem Sonnenschein. Die Stadtteilkonferenz war eine gute Gelegenheit, das Projekt gemeinsam Revue passieren zu lassen. Es ist viel passiert in den vergangenen eineinhalb Jahren: BewohnerInnen des Triesterviertels und Menschen, die im Stadtteil arbeiten wurden über ihre Ideen und Wünsche für den Stadtteil befragt, bereits zu Beginn des Projektes wurde ein 50+ Treff eingerichtet. Insgesamt 41 Mal trafen sich die Bewohnerinnen und Bewohner ab 50 bei Kaffee und Kuchen, machten Ausflüge, empfingen interessante Gäste zu Diskussionsrunden und Vieles mehr.

 

 

Nachbarschaft machen

 

Im Frühjahr des vergangenen Jahres wurden fünf Freizeitangebote ins Leben gerufen. BewohnerInnen folgten dem Aufruf des Projektteams und starteten mit Unterstützung fünf Kleinprojekte, die das Miteinander im Stadtteil stärken und ihn – auch sichtbar! – bunter und lebenswerter machen. Bei „Kreativ im Stadtteil“ etwa laden BewohnerInnen und KünstlerInnen einmal im Monat zu Workshops, in denen mit unterschiedlichen Techniken gearbeitet wird. Es entwickelte sich daraus auch ein monatlicher Fototreff für alle Fotografiebegeisterten im Viertel. Beim „Spieltreff“ werden alte Spiele wiederentdeckt und neue ausprobiert. Das Outdoor-Mensch-ärgere-dich-nicht aus Gartenzwergen – siehe oben – wurde von dieser Gruppe entwickelt und „bespielt“ seither die verschiedenen Grünflächen des Stadtteils. Daneben bieten das Bewegungsangebot Gemeinsam geht’s leichter, die Tauschbörse Ich für dich und du für mich sowie das Unterstützungsangebot Wir sind füreinander da weitere Möglichkeiten mit NachbarInnen in Kontakt zu kommen.

Barbara Predin vom Stadtteilzentrum ist vom Engagement der BewohnerInnen begeistert: „Ohne dieses Engagement hätten wir es nicht geschafft. Die Bewohnerinnen und Bewohner haben das Projekt mit Leben gefüllt und mit ihren Angeboten NachbarInnen zusammengebracht.“

 

Und wie geht's weiter? Das Projektteam hat ein Nachfolgeprojekt zur Förderung eingereicht, um die Aktivitäten nachhaltig im Stadtteil verankern zu können. Mit den vielen Erfahrungen, die in eineinhalb Projektjahren gesammelt wurden, kann dies auch gut gelingen, ist das Team überzeugt.

 

Foto: (c) Raimund Otitsch

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