Was tut sich bei…? Gesunde Nachbarschaft mit FamilienpatInnen

In unserem oberösterreichischem Projekt, das von der SPES Familien-Akademie in Schlierbach und dem PGA – Verein für prophylaktische Gesundheitsarbeit umgesetzt wird, steht die Unterstützung und Stärkung von Schwangeren und Familien mit Kleinkindern durch FamilienpatInnen im Zentrum. Eine Familienpatin bzw. ein Familienpate ist freiwillig engagiert, unterstützt Familien vor Ort – aktuell im Bezirk Kirchdorf, Steyr oder Steyr-Land – bei alltäglichen Dingen und stärkt die nachbarschaftlichen Strukturen.

 

Außerdem hat sich das Projekt zum Ziel gesetzt, nachbarschaftliche Netzwerke durch Initiativen zu aktivieren und zu stärken. Die ersten dieser Initiativen – wie „Restlkochen“ oder gemeinsame Wanderungen – laufen gerade an.

 

Geschult & startbereit: Die FamilienpatInnen

 

Die insgesamt 16 FamilienpatInnen wurden an sechs intensiven Schulungstagen geschult. In drei Modulen wurden Themen wie Familienformen, Dynamik und Systemik von Familien, aktives Zuhören und richtiges Feedback, Nähe und Distanz, Grenzen der Familienpatenschaft und viele weitere wichtige Fragen behandelt. Die Schulung war als Mix von theoretischem Input, Rollenspielen, persönlichem Austausch und Diskussionen konzipiert. Anfang März 2017 erhielten die neuen FamilienpatInnen ihr verdientes Zertifkat.

 

Foto: ARGE SPES/PGA

 

Die meisten FamilienpatInnen haben inzwischen auch schon eine Familie „gefunden“ – wobei die Situation meist genau umgekehrt ist: Die Familien haben sich weitgehend von selbst gemeldet, nachdem sie von dem neuen Angebot der Familienpatenschaft gehört hatten. Die Suche nach Unterstützung und Begleitung durch einen Paten, eine Patin kann verschiedenste Ursachen haben, wie etwa eine zusätzlich auftretende Belastung der Familie (z.B. durch Krankheit) oder auch der Wunsch nach einer Bezugsperson für Eltern und Kinder.

 

Die nächsten Monate werden noch spannend für die PatInnen, die KoordinatorInnen – sie haben eine Vermittlungsfunktion zwischen PatInnen und Familien und wurden dafür in der ersten Projekthälfte geschult – und das Projektteam: Es wird sich zeigen, wie die Zusammenarbeit zwischen den Familien und PatInnen im Detail funktioniert.

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