Ein-Blick in unsere Projekte: SPALLER.MICHL – Engagiert & fit ins Alter am Spallerhof und Bindermichl-Keferfeld

Zwei benachbarte Stadtteile stehen im Zentrum unseres Linzer „Auf gesunde Nachbarschaft!“-Projekts und sind gleichzeitig namensgebend: Spallerhof und Bindermichl-Keferfeld. Insgesamt wohnen in den beiden Stadtteilen rund 30.000 Linzerinnen und Linzer – etwa ein Viertel der Wohnbevölkerung ist 60 Jahre oder älter. Genau diese Menschen möchte das Projektteam vom Unabhängigen LandesfreiwilligenZentrum (ULF) erreichen: „Wir möchten die älteren Bewohnerinnen und Bewohner dazu motivieren, sich freiwillig zu engagieren, um aktiv teilzuhaben und gesund zu bleiben", erzählt Petra Pongratz vom ULF.

     

Zukunftsthemen für Alt und Jung

Der öffentliche Start des Projekts war diesbezüglich sehr vielversprechend: „Unsere Auftaktveranstaltung im September haben rund 100 Leute besucht. Es haben sich ganz viele neue Kontakte ergeben, vor allem auch für die lokalen Sozialorganisationen und Vereine, die sich auf unserem 'Marktplatz' präsentiert haben", so Petra Pongratz. Das Projekt war aber schon lange vor der Auftaktveranstaltung sehr aktiv. Bei einer Bedarfsanalyse wurden die Menschen nach ihren Vorstellungen und Wünschen zu einem sinnstiftenden Engagement befragt. Einige Ideen, wie etwa ein Gemeinschaftsbeet, wurden auch schon in der Praxis getestet. Jetzt geht es darum, die Ideen auf eine breitere Basis zu stellen und viele neue Initiativen zu starten. Auf dem Tisch liegen viele spannende Ideen, wie etwa die Gründung eines Begleitdienstes, der älteren Menschen bei bürokratischen Angelegenheiten online und offline unter die Arme greift, oder eines Repair-Cafés, in dem kaputten Geräten zu einem zweiten Leben verholfen wird, schildert Florian Bauer vom ULF. Apropos Repair-Café: Überrascht war das ULF-Team vor allem davon, wie wichtig den älteren Bewohnerinnen und Bewohnern das Thema Nachhaltigkeit ist: „Das Interesse für dieses Thema hat uns wirklich überwältigt. Die Älteren sind genauso zukunftsorientiert wie die Jungen und interessieren sich für Klimaschutz und Nachhaltigkeit. Wir sind sehr froh, dass wir da sehr eng mit dem Klimabündnis OÖ zusammenarbeiten“, erzählt Petra Pongratz.

Gesundheitsförderung ohne Barrieren

Die Zusammenarbeit mit anderen Organisationen spielt überhaupt eine wesentliche Rolle für SPALLER.MICHL: Manche Projektideen sind einfach zu „groß“ für private Initiativen, wie etwa ein Besuchsdienst, der in Kürze in Kooperation mit der Volkshilfe startet. Auch bei der Suche nach Räumlichkeiten ist man auf Partnerschaften angewiesen, schildet Petra Pongratz: „Allerdings ist uns sehr wichtig, dass wir immer neutral agieren und entsprechende Treffpunkte anbieten können. Für eine langfristige nachhaltige Verankerung von Kleinprojekten sind aber entsprechende Kooperationen möglich.“ Neben der Suche nach geeigneten Räumlichkeiten ist es dem ULF-Team aktuell ein besonderes Anliegen, in den beiden Stadtteilen noch bekannter zu werden. Außerdem beschäftigt die Frage, wie das Thema Gesundheitsförderung ganz niederschwellig und ohne „erhobenen Zeigefinger“ an die älteren Bewohnerinnen und Bewohner – egal, ob engagiert oder nicht – herangetragen werden kann, das Team gerade besonders. „Wir haben uns da im Austausch mit den anderen Projekten der Initiative „Auf gesunde Nachbarschaft!“ schon ein paar gute Anregungen geholt“, zeigt sich Petra Pongratz optimistisch.

Fotos: ULF @ Nell Leidinger

In unserer Serie „Ein-Blick in unsere Projekte“ präsentieren wir Ihnen aktuelle Blitzlichter auf unsere sieben „Auf gesunde Nachbarschaft!“-Projekte.

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