Ein-Blick in unsere Projekte: LE.NA

Auch im westlichsten „Auf gesunde Nachbarschaft!“-Projekt wird Nachbarschaft großgeschrieben. Der Titel des Projekts „LE.NA – Lebendige Nachbarschaft“ ist dabei Programm: „Aktuell ist wirklich viel los“, erzählt Projektleiterin Nina-Helena Köhlmeier von der Caritas Vorarlberg und ergänzt rückblickend: „Besonders herausfordernd war in der Anfangsphase, dass sich in den Projektgemeinden – Lustenau, Rankweil, Bludenz und Feldkirch (Stadtteil Gisingen) – immer wieder etwas verändert hat. Es haben sich immer wieder kleinere Rückschritte, aber letztlich viele Chancen ergeben.“

 

Inzwischen sind die Projektaktivitäten in allen vier Gemeinden gut auf Schiene – und richtig bunt und unterschiedlich: „Wir haben immer entlang der jeweiligen Voraussetzungen und Bedürfnisse vor Ort gearbeitet, etwa mit einer lokalen Steuerungsgruppe und Projektgruppen“, erläutert Nina-Helena Köhlmeier den bedarfsorientierten Zugang des Projekts. Entstanden sind daraus ganz unterschiedliche Angebote:

4 Gemeinden – 4 verschiedene Schwerpunkte

In Bludenz wird ein wöchentliches „Café LENA“ angeboten, das von älteren Menschen besucht wird und durch verschiedene Aktivitäten auch einen positiven Blick auf den Lebensabschnitt Alter ermöglichen will. In Feldkirch startet in Kürze ein Austausch- und Vernetzungsangebot für Alleinerzieher/innen, in dem Peer Mentoring eine wichtige Rolle spielen soll. Ausgangspunkt dafür war eine bestehende Gruppe, die nun weitere Kreise – vor allem auch in die Nachbarschaft hinein – ziehen soll. In Rankweil haben die Aktivitäten wiederum einen stark interkulturellen Charakter. In Paspels, einem industriell geprägten Quartier, das in den vergangenen Jahrzehnten viele Gastarbeiter/innen angezogen hat, werden alle zwei Wochen Austauschtreffen für die älteren Bewohnerinnen und Bewohner angeboten. In Paspels geht es nun vor allem darum, die Nachbarschaft über alle kulturellen und sprachlichen Grenzen hinweg zu stärken und die Talente und Potenziale der Nachbarinnen Nachbarn sichtbar zu machen – ein Thema, das auch andere Projekte in der Initiative sehr beschäftigt. In Lustenau wiederum haben sich beteiligten Akteur/innen dafür entschieden, die Aktivitäten zum Thema Nachbarschaft mit einer öffentlichen Aktion zu starten: Beim „Langen Tag des Bänklehocks“ im Frühjahr 2020 sollen die öffentlichen Bänke in der Marktgemeinde von Engagierten zum Beispiel musikalisch oder kulinarisch „bespielt“ und die Nachbarinnen und Nachbarn zum Mitmachen eingeladen werden.

Einsamkeit berührt

Außerdem ist der Aufbau von „Besucher/innendiensten“ geplant, um Menschen zusammenzubringen und Einsamkeit vorzubeugen. „Es ist unglaublich, wie sehr Menschen von diesem Thema berührt werden“, so Nina-Helena Köhlmeier und erzählt: „Ein TV-Beitrag über unser Projekt, in dem Einsamkeit thematisiert wurde, brachte so viele Anfragen bei uns – auch von jüngeren Menschen, die davon betroffen sind. Das ist aus meiner Sicht ein deutliches Zeichen dafür, wie wichtig die Arbeit und das Engagement für mehr Miteinander sind.“

Fotos: Kathrin Galehr-Nadler

Hier geht's zur Serie „Ein-Blicke in unsere Projekte“, in der wir regelmäßig über unsere sieben „Auf gesunde Nachbarschaft!“-Projekte in ganz Österreich berichten!

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