Ein-Blick in unsere Projekte: Digital, gesund altern!

Wie kommt man eigentlich in den App-Store? Wie kann ich meine Fotos auf dem Handy ordnen? Und wo finde ich die Bilder, die mir über WhatsApp geschickt wurden? Für diese und viele andere Fragen rund um das Mobiltelefon gibt es im Waldviertler Kernland – einer Kleinregion aus 14 Gemeinden im südlichen Waldviertel – in Kürze kompetente Unterstützung: Ehrenamtliche „Handybegleiter/innen“ werden den älteren Bewohner/innen der Region in „Smartcafés“ für Fragen rund ums Handy zur Verfügung stehen. Vier Interessierte konnten schon für den ersten Durchgang der Schulung zum/zur Handybegleiter/in gewonnen werden, erzählt Regine Nestler, Projektbetreuerin des Waldviertler „Auf gesunde Nachbarschaft!“-Projekts „Digital, gesund altern!“ und ergänzt: „Eine große Herausforderung bei der Suche nach Handybegleiter/inne/n besteht darin, dass sich viele Menschen nicht zutrauen, als ‚Expert/inn/en’ für das Handy zu gelten. Wir nehmen die Angst vor diesem Schritt und machen den Leuten klar, dass es kein Problem ist, nicht auf jede Frage eine Antwort zu wissen.“ Außerdem sei es nicht so einfach, „jüngere Ältere“, also Menschen, die erst kurz im Ruhestand sind, als Ehrenamtliche zu gewinnen: „Diese Menschen sind in der Regel nicht, oder noch nicht, in Gruppen organisiert, etwa im Seniorenbund, und müssen einzeln angesprochen werden.“

Synergien nutzen

Niederschwelligkeit ist ein wichtiges Stichwort im Projekt. So werden die Smartcafés zum Beispiel an bestehende Angebote, wie etwa die MahlZeit!-Mittagstische, gekoppelt, um es den älteren Bewohner/innen der Region möglichst leicht zu machen. Ein anderer Ansatz besteht in der Kooperation mit den regionalen Bibliotheken: „Wir arbeiten mit den Bibliotheken zusammen, weil die großteils ehrenamtlichen Bibliothekarinnen und Bibliothekare gut Handybegleitung anbieten könnten. Damit verankern wir das Angebot nachhaltig in der Region und bringen vielleicht sogar neue Leute in die Bibliotheken.“

Eine App für ein gesundes Leben

Im Projekt, das von vier niederösterreichischen Projektpartnern (Verein Waldviertler Kernland, NÖ.Regional.GmbH, Treffpunkt Bibliothek NÖ, Donau-Universität Krems) durchgeführt wird, sollen ältere Menschen aber noch in einer anderen Weise an das Thema Digitalisierung herangeführt werden. Gearbeitet wird nämlich an der Entwicklung einer „Digital, gesund altern!-App", die ihre Nutzer/innen zu einem gesundheitsfördernden Lebensstil anregen soll. „Mit unserer App können sich die Menschen zum Beispiel persönliche Gesundheitsziele setzen, an Gesundheitskompetenz dazugewinnen, Gruppen von Gleichgesinnten bilden oder auch Infos über Vorträge und andere Angebote in der Region bekommen“, erzählt Regine Nestler. Für Ende Jänner ist ein erster Probelauf der App mit Vertreter/innen der Zielgruppe geplant. Die öffentliche Präsentation des neuartigen Gesundheitsförderungstools geschieht im Frühjahr bei einer größeren Veranstaltung in der Region.

Fotos: Waldviertler Kernland

Hier geht's zur Serie „Ein-Blicke in unsere Projekte“, in der wir regelmäßig über unsere sieben „Auf gesunde Nachbarschaft!“-Projekte in ganz Österreich berichten!

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