Ein-Blick in unsere Projekte: Bewegte Nachbarn

Wenn die Ehrenamtlichen von Bewegte Nachbarn „ihre Senior/inn/en“ in Kapfenberg und Bruck besuchen, kommt Bewegung ins Leben: Gemeinsam werden Bewegungs- und Gedächtnisübungen gemacht und das Wissen zur Gesundheitskompetenz auf ganz niederschwellige Weise vertieft. Aber die Besuche der ehrenamtlichen „Gesundheitsbuddys“ sind mehr als nur eine gesunde Abwechslung im Alltag der Besuchten: „Es haben sich richtig freundschaftliche Beziehungen entwickelt“, erzählt die Projektleiterin Theresa Weitzer vom ISGS Kapfenberg, „Alle freuen sich über das gemeinsame Tun.“

Die Buddys werden geschult

Das im Februar dieses Jahres gestartete „Auf gesunde Nachbarschaft!“-Projekt Bewegte Nachbarn kann schon jetzt auf beachtliche Erfolge zurückblicken: In der ersten Runde konnten bereits 18 „Buddys“ gefunden werden, die nach einer intensiven Einschulung drei Monate lang ältere und gebrechliche Menschen zu Hause – entweder im Privathaushalt oder in einem Pflegeheim – besuchten. Nach den drei Monaten folgen sechs Monate mit einem Besuch pro Woche. Danach machen die Buddys und die Senior/inn/en - wenn sie möchten - einfach weiter und werden dabei vom Projektteam betreut.

Wenn's passt…

Aktuell wird gerade evaluiert, ob die Älteren von den Bewegungseinheiten körperlich messbar profitieren. Der vorläufige Eindruck ist ein positiver: Viele der Teilnehmer/innen haben an Kraft und Beweglichkeit dazugewonnen, aber alle profitieren vom freudvollen Miteinander und sind mit Begeisterung dabei.

Diese guten Erfahrungen und der „Schneeballeffekt“ kommen dem Projekt zugute, denn aktuell wird in einer zweiten Runde nach ehrenamtlichen Buddys in den Projektgemeinden gesucht, erzählt Theresa Weitzer: „Wir hoffen natürlich, dass die Suche und das Matching – also das Zusammenpassen – von Buddys und Teilnehmer/innen wieder so gut funktionieren wie in der ersten Runde. Das war für uns wirklich eine tolle Erfahrung, dass das so gut geklappt hat.“ Und wie gelang das Matching? „Wir haben wirklich alle Interessierten kennengelernt“, berichtet Theresa Weitzer von diesem Prozes. Und weiter: „Wir haben viele Kriterien abgefragt, die uns für die Passung wichtig erschienen, wie zum Beispiel die Entfernung zueinander oder auch die Hobbies. Und das ist aufgegangen.“

Neue Angebote und Aktivitäten

Neben der Suche nach neuen Ehrenamtlichen und Senior/inn/en hat das Projektteam von „Bewegte Nachbarn“ aktuell noch einiges vor: Gerade haben sechs Buddys eine Aufschulung durchlaufen und bieten nun auch drei Gruppenangebote in drei verschiedenen Pflegeeinrichtungen an. Und Theresa Weitzer ergänzt: „Außerdem starten wir im Dezember mit der partizipativen Entwicklung von Angeboten für ältere Menschen in der Nachbarschaft. Ideen gibt es schon viele, aber jetzt schauen wir einmal, was aus der Sicht von Multiplikator/innen und der Zielgruppe gebraucht und gewünscht ist.“

Fotos: Melanie Meisenbichler (Titelbild), Elisabeth Schöttner, ISGS

 

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