Wohnen und Zusammenleben in Wr. Neustadt - Gemeinsam gesund im Porscheviertel

Wohnen und Zusammenleben in Wr. Neustadt - Gemeinsam gesund im Porscheviertel

Region:  Niederösterreich
Ort: 
Wiener Neustadt
Themen:  Praktische Hilfe | Soziales Engagement | Anderes
Projektgröße:  Mittlere Projekte

Das Projekt "Wohnen und Zusammenleben in Wr. Neustadt - Gemeinsam gesund im Porscheviertel" hat sich zum Ziel gesetzt, die Wohnzufriedenheit, die nachbarschaftliche Kommunikation und die Identifikation mit der Wohnumgebung in der 810 Haushalte umfassenden Wohnsiedlung im Porscheviertel in Wr. Neustadt zu verbessern. Hohe Wohndichte und das Fehlen von Freiräumen bzw. von Möglichkeiten, die Grundbedürfnisse nach Bewegung und Begegnung von Kindern und vor allem von Jugendlichen zu erfüllen, führen zu Konflikten besonders mit ruhebedürftigen NachbarInnen. Generationenkonflikte werden rasch kulturalisiert und zu "Ausländerproblemen". Auch die Fähigkeit der BewohnerInnen, Konflikte anzusprechen und selber einer Lösung zuzuführen ist gering. Devastierung und Vandalismus sind Ausdruck einer mangelnden Identifikation mit der Wohnumgebung. Das alles stellt die Kommune und die Hausverwaltung vor schwierige Aufgaben. Für die Verbesserung des Zusammenlebens und damit der psychosozialen Gesundheit der BewohnerInnen ist eine gemeinsame Initiative der betroffenen Institutionen und Einrichtungen, aber auch das Engagement der BewohnerInnen wichtig.

 

Im Zuge des Aktivierungsprojektes sollen auf Basis von statistischen Ausgangsdaten und sozialräumlichen Erhebungen die Bewohnerschaft und als spezifische Zielgruppe die Jugendlichen eingebunden, deren Bedürfnislagen transparent gemacht und die Möglichkeiten einer Mitwirkung an Verbesserungen abgesteckt werden. Konkret werden zwei gendersensible Zusammenkünfte mit Jugendlichen, eine aktivierende Befragung unter den BewohnerInnen (ca. 100 Fragebögen), eine BewohnerInnenversammlung mit Workshopcharakter und themenspezifische Arbeitsgruppentreffen organisiert.

 

Einer Steuerungsgruppe gehören VertreterInnen von zuständige Magistratsabteilungen, Stadträte, Vertreter der Wohnbaugenossenschaft Wien Süd, ein wissenschaftlich begleitendes Team der Donau-Universität Krems und das Integrationsservice der Landesakademie NÖ an. Weitere Kooperationen gibt es mit MultiplikatorInnen und ExpertInnen aus dem Stadtviertel (Jugendverein, Schule) und der NÖ Dorf- und Stadterneuerung.

Im Zeitraum 2014/ 15 werden die zielgruppenspezifischen Maßnahmen für die Verbesserung der Situation gefunden sowie die Möglichkeiten des freiwilligen Engagements der BewohnerInnen und die Unterstützung des Wohnbauträgers und der Stadtgemeinde geklärt sein. Im Zeitraum 2015 /2016 erfolgt die Umsetzungsphase.

Bildergalerie
Eine Initiative des Fonds Gesundes Österreich
Logos Ministerium für Frauen und Gesundheit, Gesundheit Österreich GmbH und Fonds Gesundes Österreich