Als der Strom ins Yspertal kam

Als der Strom ins Yspertal kam

Region:  Niederösterreich
Ort: 
Yspertal
Themen:  Feste und Geselligkeit | Soziales Engagement
Projektgröße:  Kleine Projekte
Drei Zeitzeugen erzählen vom Alltag ihrer Kindheit und Jugend

Am Tag der Sonne in Yspertal wurde im Rahmen des Erzählcafes der Dorferneuerung Yspertal bewusst, dass die Nutzung der elektrischen Energie für viele der älteren Generation nicht so selbstverständlich war wie für uns Jungen Heute!

 
Mit anschaulichen Schilderungen aus dem Alltag ihrer Kindheit und Jugend erzählten die drei Zeitzeugen Schauer Johann (85), Schwarzl Ignaz (80) und Schachenhofer Ignaz (73) wie es war, ein Leben ohne Strom zu führen. Das Licht kam von Petroleumlampen, Handwerkliche Tätigkeiten und die Arbeit im Haushalt wurden nur mit Muskelkraft bewerkstelligt. Erst im Jahr 1953 wurde die Gemeinde Yspertal flächendeckend mit elektrischem Strom versorgt. Die Bewohner waren verpflichtet bei der Errichtung der Leitungen mitzuarbeiten, wobei die Eigenleistungen pro Haushalt genau definiert wurden. Neben den Anstrengungen wurde aber auch immer wieder kräftig gefeiert und so mancher Strommast musste im Nachhinein nochmals gerade gerückt werden. Alle drei stimmten überein: „Es war ein Glücksgefühl, als dann plötzlich im ganzen Haus Licht war. Wir liefen von Raum zu Raum und drehten das Licht auf, unvergesslich!“ Wohlgemerkt pro Zimmer eine 25 Watt Glühbirne. Für uns heute kaum vorstellbar und für die SchülerInnen eine Reise in die Vergangenheit mit großem Unterhaltungswert.

Bildergalerie
Kinder und Jugendliche hören den Zeitzeugen zu
Eine Initiative des Fonds Gesundes Österreich
Logos Ministerium für Frauen und Gesundheit, Gesundheit Österreich GmbH und Fonds Gesundes Österreich