Projektförderung

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Förderaktion „Gesunde Nachbarschaft verbindet!“
Eine Aktion der Initiative „Auf gesunde Nachbarschaft!“ des Fonds Gesundes Österreich

in Kooperation mit: Unabhängiges LandesFreiwilligenzentrum ULF, Grazer Telefonkette gegen COVID-19Österreichische Plattform Gesundheitskompetenz und Telefonseelsorge OÖ

 

Die COVID-19 Pandemie stellt uns alle momentan vor große Herausforderungen. Für manche Bevölkerungsgruppen sind die Herausforderungen besonders groß: das sind vor allem ältere Menschen und Menschen mit chronischen Erkrankungen, die ein hohes Risiko für COVID-19 haben, sozial isolierte Menschen oder auch Menschen, die durch Einkommensverluste in soziale Notlagen gekommen sind.

Die Notwendigkeit, diese vulnerablen Zielgruppen zu schützen und zu unterstützen wird noch über viele Monate bestehen. Angesichts der steigenden Häufigkeiten psychischer Belastungen und Erkrankungen und der bestehenden bzw. drohenden Einsamkeit vieler Menschen braucht es Maßnahmen, welche die soziale Unterstützung und die Teilhabe an der Gemeinschaft über einen längeren Zeitraum fördern. Zum Schutz vor einer Ansteckung und zum Abbau von Ängsten insbesondere für Risikogruppen ist auch die Vermittlung von guter Gesundheitsinformation ein wichtiger Beitrag.

 

Wer kann mitmachen?

Umsetzer können sein:

  • Gesundheitsförderungs- und Sozialeinrichtungen, die kommunale Gesundheitsförderungsprojekte und -programme umsetzen, die Erfahrung  mit der Akquisition und längerfristigen Begleitung von Freiwilligen haben (z.B. Gesunde Gemeinden/Städte, Gesunde Nachbarschaft)
  • Andere Organisationen, die bereits jetzt Freiwillige betreuen (Freiwilligenorganisationen)

Grundsätzlich besteht die Möglichkeit, ein neues Projekt beim FGÖ einzureichen oder ein laufendes FGÖ Förderprojekt zu verändern bzw. aufzustocken:

 

Umsetzung im Rahmen laufender Projektförderungen

  • Bei laufenden Förderprojekten des FGÖ im Bereich kommunaler Gesundheitsförderung bzw. gesunder Nachbarschaft können Maßnahmen, die aufgrund der COVID-19-Pandemie nicht umgesetzt werden können, durch die unten beschriebenen Maßnahmen ersetzt werden, Budgetpositionen können entsprechend umgeschichtet werden.
  • Werden unten beschriebene Maßnahmen zusätzlich zu den bisher vertraglich vereinbarten Aktivitäten umgesetzt, ist eine Budgetaufstockung mit einem Pauschalbetrag im Ausmaß von maximal 7.000,- Euro durch Errichtung eines Zusatzes zur Fördervereinbarung möglich.

Umsetzung im Rahmen eines neuen Projekts (Förderantrag)

Geeignete Organisationen können einen Förderantrag in der Kategorie „Praxisorientierte Projekte“ im FGÖ-Projektguide einreichen. Das Ausfüllen des Förderantrags wird durch eine detaillierte Ausfüllhilfe erleichtert, die von der Projektkoordination zur Verfügung gestellt wird (siehe „Kontakt“).

 

Ziele:

Vision des Projekts ist die Förderung der psychosozialen Gesundheit und die Stärkung von Ressourcen, insbesondere von vulnerablen Zielgruppen wie älteren Menschen und sozial benachteiligten Gruppen in Zeiten von COVID-19 und darüber hinaus.  

Ziel ist es,

  • möglichst viele Menschen mit sozialem Unterstützungsbedarf, insbesondere ältere Menschen und Risikogruppen für COVID-19, gut über Möglichkeiten zu informieren, wie man sich vor einer Ansteckung schützen kann bzw. wo man bei Bedarf gute Gesundheitsinformationen zum Thema bekommt.
  • möglichst vielen alleinstehenden oder einsamen/von Einsamkeit bedrohten Menschen während der Zeit des „physical distancing“ und darüber hinaus durch räumlich distanzierte Sozialkontakte wie regelmäßige längerfristige Telefon- oder elektronische Kontakte soziale Unterstützung zu vermitteln (Zuwendung, Trost, Informationen, praktische Hilfe…) bzw. stärkende  Beziehungen mit „Telefonbegleiter/inne/n“ und unterstützten Personen zu etablieren
  • die regionale Bevölkerung, Vereine und andere gemeinschaftsfördernde Institutionen zu sensibilisieren und über Möglichkeiten, unterstützende Sozialkontakte und attraktive Angebote für ältere, einsame oder von Einsamkeit betroffene Menschen aufrechtzuerhalten, zu informieren.
  • Menschen durch die Möglichkeit der Freiwilligenarbeit während der Zeit des „physical distancing“ und darüber hinaus eine sinnerfüllende Tätigkeit zu ermöglichen und sie bei ihrer freiwilligen Tätigkeit zu unterstützen.
  • sozial benachteiligten Menschen, die in akute Notlagen gekommen sind, durch niederschwellige kommunale Unterstützungsmaßnahmen zu helfen.
  • unterstützende Hilfeleistungen, wie z.B. Support für technische Fragen zu digitalen Kommunikationsmöglichkeiten und Einkaufsservice etc., nach Bedarf zu ermöglichen.

 

Zielgruppen:

Im Fokus des Projektes stehen

  • ältere Menschen über 65 allgemein
  • Risikogruppen für COVID-19, chronisch kranke Menschen
  • Menschen mit Unterstützungsbedarf wie alleinstehende/einsame bzw. von Einsamkeit bedrohte Menschen
  • sozial benachteiligte Menschen, die durch die aktuelle Pandemie in akute Notlagen gekommen sind

 

Settings:

Das Projekt soll in einen lokalen Kontext eingebettet sein wie (z.B. Gemeinden oder Gesunde Gemeinde, Nachbarschaftszentrum, Freiwilligeneinrichtung etc.).

 

Maßnahmen:

A Angebot von aufsuchenden, unterstützenden, räumlich distanzierten Sozialkontakten für vulnerable Zielgruppen und insbesondere ältere Menschen mit chronischen Erkrankungen mit folgenden Schwerpunkten:

  • Etablieren von Telefonkontakten (-beziehungen) über freiwillige „Telefonbegleiter/innen“ bzw. Etablieren von Kontakten für gegenseitige Telefonbegleitung, Austausch
  • Präventive Telefonanrufe zur Vermittlung von guten Gesundheitsinformationen (z.B. Wie kann man sich schützen? Was tun bei Quarantäne? etc.)
  • Information über und Vermittlung von anderen Unterstützungsangeboten bei Bedarf, z.B. Hilfe beim Besorgen von Gütern oder (Gesundheits-)Dienstleistungen (z.B. Apothekenlieferservice, Einkaufsservice etc.)
  • Telefonische, technische Unterstützung bei der elektronischen Kommunikation für die Zielgruppen, um diesbezügliche Kenntnisse zu  erweitern  (z.B. für Online-Bestellungen, Video-Telefonie,…)
  • Erstellen und Verbreitung von Listen über regionale Hilfsangebote
  • Gewinnen und Unterstützen von freiwilligen „Telefonbegleiter/inne/n“

B Maßnahmen zur Verbesserung der Rahmenbedingungen für die Zielgruppen im kommunalen Umfeld:

  • Umsetzung weiterer Unterstützungsmaßnahmen durch Freiwillige, entsprechend den Leitlinien „Freiwilliges Engagement in Zeiten von COVID-19“ (z.B. Einkaufsservice etc.) (BMSGPK, 2020)
  • Organisation niederschwelliger Unterstützungsmaßnahmen für sozial benachteiligte Menschen, die durch die aktuellen Gegebenheiten in akute Notlagen gekommen sind z.B. durch Hilfe bei Behördenwegen, Organisation günstiger Lebensmittel etc.
  • Umsetzung von Maßnahmen, welche die lokale Bevölkerung, Familie und Freund/innen, anregen und motivieren, Sozialkontakte und Hilfe für die Zielgruppen sicher zu stellen
  • Unterstützen von Vereinen und ähnlichen gemeinschaftsfördernden Einrichtungen, ihre Angebote an die aktuellen Gegebenheiten anzupassen und aufrechtzuerhalten sowie von Einsamkeit oder akuten Notlagen betroffene Mitglieder verstärkt anzusprechen.

C Abstimmung und Kooperation mit der Projektbegleitung (Unabhängiges LandesFreiwilligenzentrum ULF) und der Projektkoordination (FGÖ Initiative „Auf gesunde Nachbarschaft!“)

 

Finanzierung/Budget:

Ein Pauschalbetrag von maximal € 7.000 wird vom FGÖ für die oben dargestellten Maßnahmen zur Verfügung gestellt. Dieser kann bei Neuantragstellung bis zu maximal 2/3 der anerkennbaren Gesamtprojektkosten umfassen, 1/3 soll über Eigenmittel der einreichenden Organisationen (auch z.B. Eigenleistungen durch Personalbereitstellung) und/oder Beiträge von beteiligten Gemeinden finanziert werden.

 

Projektdauer und Fristen:

Projektstart ab FGÖ Zusage möglich, Projektende frühestens am 31.12.2020.

Einreichfrist: ab sofort, verlängert bis 30. Juni 2020!

 

Kontakt:

Sind Sie interessiert, sich an der Aktion zu beteiligen, schreiben Sie bitte ein E-Mail an nachbarschaft.verbindet@goeg.at

Neue Einreicher/innen:

Bei Neuantrag: Bitte dabei Ihre Erfahrung im Bereich kommunaler Gesundheitsförderung und Freiwilligenarbeit (siehe „Wer kann mitmachen?“) angeben. Sie erhalten in der Folge eine detaillierte Ausfüllhilfe für den Antrag.

 

Mehr Informationen finden Sie auf der Website der Initiative „Auf gesunde Nachbarschaft!“ und auf der Homepage des Unabhängiges LandesFreiwilligenzentrum ULF.

Eine Initiative des Fonds Gesundes Österreich
Logos Ministerium für Frauen und Gesundheit, Gesundheit Österreich GmbH und Fonds Gesundes Österreich