Ein-Blick in unsere Projekte: LE.NA – Lebendige Nachbarschaft

Unser Vorarlberger „Auf gesunde Nachbarschaft!“-Projekt LE.NA – Lebendige Nachbarschaft wurde vom Coronavirus – so wie die anderen Projekte auch – ordentlich durcheinandergewirbelt. Das Café LENA beispielsweise, wöchentliche Treffpunkte in verschiedenen Gemeinden mit regional unterschiedlichen Schwerpunkten, waren gerade gut angelaufen, als sie pandemiebedingt auch schon wieder auf Eis gelegt werden mussten. Aktuell werden die Konzepte für die Cafés überarbeitet, damit nach der Öffnung ein guter Neustart hingelegt werden kann, erzählt Projektleiterin Marlies Enenkel-Huber von der Caritas Vorarlberg: „Wir möchten die Konzepte möglichst gut auf die Bedürfnisse der jeweiligen Pfarre und Gemeinde abstimmen, um die Cafés für noch mehr Menschen attraktiv zu machen.“

Geplant war außerdem ein Aufbau von „Besucher/innenpools“, um gute Begegnungen zu ermöglichen und Einsamkeit vorzubeugen. Die Schulungen der Ehrenamtlichen mussten zwar verschoben werden, im Montafon und in Götzis stehen allerdings die Teilnehmer/innen schon in den Startlöchern: Sobald die Situation es zulässt, werden dort die Schulungen der freiwilligen Besucher/innen stattfinden.

Viele Ideen trotz (oder wegen) Corona

So herausfordernd die Situation aufgrund der Pandemie auch war: Dem Team von LE.NA ist es gelungen, trotz oder gerade wegen Corona auch viele neue und innovative Impulse zu setzen. Ganz besonders stolz ist das Team rund um Marlies Enenkel-Huber auf drei neue Angebote bzw. Initiativen im Projekt:

Die „mittwochsImpulse“, ein digitaler Treffpunkt mit spannenden inhaltlichen Inputs und Möglichkeiten zum Austausch in „Breakout Rooms“ (Kleingruppen), waren in der Zeit vor Weihnachten so erfolgreich, dass sie für die Zeit vor Ostern wiederaufgenommen wurden. „Für viele Menschen ist der Einstieg in die digitale Welt schwierig, aber für manche ist die digitale Begegnung auch niederschwelliger. Wir hoffen, dass sich daraus dann auch persönliche Kontakte ergeben“, erzählt Marlies Enenkel-Huber.

Viele persönliche Kontakte konnten bei einer zweiten Initiative von LE.NA bereits geknüpft werden: Beim „Wandern mit Gleichgesinnten“ – einfache Wanderungen, die von ehrenamtlichen Wanderbegleiter/innen geführt werden und an denen auch ältere, vielleicht mobilitätseingeschränkte Personen teilnehmen können – kommt das Plaudern nie zu kurz. Nach der Winterpause werden die Wanderungen wieder aufgenommen, auch inhaltliche Schwerpunkte (z.B. Kapellenwanderung) oder „Storytelling“-Elemente (z.B. „Plätze, die mir wichtig sind“) sind angedacht.

Vom großen Erfolg der dritten Innovation, der „Nachbarschaftlichen Grüße“, war das Projektteam selbst fast überrascht, gesteht Marlies Enenkel-Huber: „Wir haben Päckchen aus Postkarten, kleinen Aufmerksamkeiten und einer LE.NA Infokarte geschnürt, die von Interessierten – mit einem persönlichen Gruß – an Nachbar/innen kontaktlos verteilt werden konnten. Wir dachten zuerst, 200–300 Pakete würden vollends reichen. Ausgeteilt haben wir schließlich 600. Und die Rückmeldungen waren wirklich sehr schön.“

Einsamkeit als wichtiges Thema

Obwohl das Vorarlberger Team das Projekt LE.NA gut durch die Pandemie steuern konnte, zeigt sich – gesamtgesellschaftlich gesehen – deutlich, dass das Thema Einsamkeit an Bedeutung gewonnen hat. „Organisationen und Gemeinden kommen immer öfter auf uns zu, um sich Ideen und Unterstützung dazu zu holen“, erzählt Marlies Enenkel-Huber und ergänzt: „Dieses Thema wird uns wohl auch in Zukunft noch sehr stark begleiten.“

Fotos: Caritas Vorarlberg

Hier geht's zur Serie „Ein-Blicke in unsere Projekte“, in der wir regelmäßig über unsere sieben „Auf gesunde Nachbarschaft!“-Projekte in ganz Österreich berichten!

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