Ein-Blick in unsere Projekte: Digital, gesund altern!

Unser niederösterreichisches Projekt „Digital, gesund altern!“ unterstützt die älteren Bewohnerinnen und Bewohner der Kleinregion Waldviertler Kernland beim Einstieg in die digitale Welt. Diese „Digitalisierung“ ist im Projekt aber keineswegs Selbstzweck, sondern eine gute Möglichkeit für ältere Menschen, mit Familie und Freund/innen in Kontakt zu bleiben, mitten im Leben zu stehen und vielleicht sogar neue Kontakte zu knüpfen.

 

Digital(er) werden

„Digital, gesund altern“ setzt dabei mehrere Schwerpunkte: In den Smartcafés in der Region lernen Senior/innen in entspannter Atmosphäre von älteren Freiwilligen – den Handybegleiter/innen –, wie man das Smartphone möglichst gut für den eigenen Bedarf nutzen kann. Dabei sind alle Fragen erlaubt: Wie installiere ich WhatsApp? Wie kann ich meine Fotos verschicken? Wie verwalte ich meine Kontakte am besten? Neben den Smart Cafés gibt es inzwischen ein weiteres Unterstützungsangebot, das allerdings auf einer anderen Ebene ansetzt, wie Doris Maurer, Geschäftsführerin des Waldviertler Kernlands und Projektleiterin, erzählt: „In unserem neuen Angebot zeigen ehrenamtliche Mentor/innen älteren Menschen, die noch nie etwas mit einem Smartphone zu tun hatten, ganz grundlegende Funktionen, wie zum Beispiel einschalten, ausschalten, Telefonnummer wählen.“ Dieses Mentor/innen-Programm – es läuft im Rahmen der Förderaktion „Gesunde Nachbarschaft verbindet!“ des Fonds Gesundes Österreich – besteht aus einem Besuch zu Hause, danach kann per Fernwartung geholfen werden. Die Teilnehmer/innen haben sogar die Möglichkeit, ein Handy mit einer ganz einfach gestalteten Oberfläche leihweise zu nutzen – wenn es gefällt, kann es gekauft und übernommen werden.

Eine App für alle Fälle

COVID-19 stellt für beide Angebote ein enormes Hindernis dar. Vor allem die Smartcafés, die ja auch dem persönlichen Austausch und dem Miteinander dienen, können unter den aktuellen Bedingungen nicht stattfinden. Das Mentor/innen-Programm läuft derzeit auch auf Sparflamme, weil persönliche Kontakte reduziert werden sollen. Für den Jänner ist allerdings der Neustart mit neuen Werbemaßnahmen geplant.

In der Zwischenzeit wird das dritte Angebot von „Digital, gesund altern!“ ganz neu genutzt: Über die App STUPSI (www.stupsi.at) werden täglich Gesundheitsinformationen an die Nutzer/innen verschickt. Von Bewegungs- über Ernährungstipps bis hin zu verlässlichen Gesundheitsinformationen über Erkrankungen ist alles dabei. STUPSI wurde unter Einbindung der Zielgruppe entwickelt und war in der Ursprungsplanung stärker als Werkzeug zur Vernetzung gedacht: Die Nutzer/innen sollten sich über die App mit (realen) Freund/innen und Bekannten zu gesundheitsfördernden Aktivitäten zusammentun. Jetzt, vor allem durch die Kontaktbeschränkungen aufgrund der Pandemie, habe sich die App stärker in Richtung „Gesundheitshelfer“ entwickelt, erzählt Doris Maurer und ergänzt: „Meiner Ansicht nach gibt es in diese Richtung auch viele Weiterentwicklungsmöglichkeiten. Und ein toller Nebeneffekt: Wir bauen dabei natürlich einen ungeheuren Schatz an zielgruppengerechter Information rund um Gesundheit und Gesundheitsförderung auf.“

Das Projekt „Digital, gesund altern!“ wird von einer ARGE aus dem Verein Waldviertler Kernland, der NÖ.Regional.GmbH, dem Treffpunkt Bibliothek NÖ (vormals FEN) und der Donau-Universität Krems umgesetzt.

Fotos: Waldviertler Kernland

Hier geht's zur Serie „Ein-Blicke in unsere Projekte“, in der wir regelmäßig über unsere sieben „Auf gesunde Nachbarschaft!“-Projekte in ganz Österreich berichten!

Eine Initiative des Fonds Gesundes Österreich
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